Innovationsfähigkeit im Spiegel der Altersstrukturanalyse

Die betriebswirtschaftliche Betrachtung der Innovationsfähigkeit eines Unternehmens, die durch das Online-Benchmarking unterstützt wird, kann und sollte um die Betrachtung der innerbetrieblichen Demografiesituation im Spiegel der Innovationsfähigkeit ergänzt werden.

Zu diesem Zweck bedient sich KrIDe der bereits auf dem Markt existierenden Instrumente der Altersstrukturanalyse wie z. B. dem Selbstbewertungsverfahren Demografie (s. DEMOGRAFIE AKTIV) und passt sie den Anforderungen der KrIDe-Thematik „Stärkung der Innovationsfähigkeit“ an.

Mittels der Altersstrukturanalyse (ASA) ermitteln und bewerten die Unternehmen ihre aktuelle und prognostizierte Altersstruktur, leiten den Handlungsbedarf ab und entwickeln auf dieser Grundlange die sachlich angemessenen Handlungen.

Eine Altersstrukturanalyse (ASA) erfasst die Altersstruktur einer bestimmten Gruppe von Personen sowie deren mittelfristige Entwicklung und beschreibt diese grafisch sowie mit Kennzahlen. Als zielführend hat es sich erwiesen, eine ASA nach Jobgruppen zu organisieren. Jobgruppen sind Gruppen von Stellen (Funktionen) mit ähnlichen Anforderungen, unabhängig von Standort oder Stellenbezeichnung. Jobgruppen erlauben eine überschaubare Gliederung, was die Bewertung von Altersstrukturen und eine mögliche Maßnahmenplanung erleichtert. Insbesondere erlauben es Jobgruppen, das Thema „Innovation“ differenziert zu betrachten, denn für jede Jobgruppe kann nun konkret reflektiert werden, welchen Bezug diese spezielle Jobgruppe zum Innovationsgeschehen hat, wie intensiv dieser Bezug ist oder welche Rolle Erfahrungswissen bei der Tätigkeit spielt. Dadurch kann analysiert werden, welche Innovationsaufgaben, -potenziale und -risiken mit einer Jobgruppe verbunden sind.

So wurde beispielsweise in einem mittelständischen produzierendem Unternehmen u. a. eine Jobgruppe „Innovation“ gebildet, deren Mitglieder in verschiedenen Abteilungen angesiedelt sind und unterschiedliche Tätigkeitsbezeichnungen haben, jedoch gemeinsam der Produkt- und Dienstleistungsinnovation zuzuordnen sind (Abbildung 1).

Abbildung 1: Altersstruktur und Innovation (eigene Darstellung, 2013)
Abbildung 1: Altersstruktur und Innovation (eigene Darstellung, 2013)

Es bietet sich an, die Ergebnisse einer ASA in einem Workshop zu präsentieren und dort ausreichend Raum für Nachfragen und Diskussionen zu geben. Hat man ein Jobgruppenkonzept angewendet, können jobgruppenspezifische Workshops folgen, in denen jeweils relevante Teilinformationen von einem jobgruppenspezifisch zusammengestellten Personenkreis betrachtet werden.

Eine Anleitung mit den konkreten Schritten zur Durchführung der Altersstrukturanalyse in einem Unternehmen finden Sie hier:

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