Die hohe Innovationsfähigkeit gilt weltweit als ein Markenzeichen der deutschen Wirtschaft. Um neue Produkte und sichere, wirtschaftliche und persönlichkeitsfördernde Prozesse zu gestalten, ist die Ausschöpfung der Kreativität und der Innovationskraft aller Beschäftigten entscheidend. Allerdings sind die Unternehmen in Deutschland zunehmend durch eine Beschäftigungsstruktur gekennzeichnet, die die Trends der insgesamt alternden Gesamtbevölkerung nicht nur widerspiegelt, sondern übertrifft: Durch diesteigende Erwerbsbeteiligung älterer Jahrgänge altern die Belegschaften noch stärker als die erwerbsfähige Bevölkerung insgesamt. Da die vorhandenen Werkzeuge zurFörderung der Innovationsfähigkeit nicht an die Belange der älteren Beschäftigten angepasstsind, sind viele Unternehmen mit der Herausforderung konfrontiert, das hohe Niveau der Innovationsfähigkeit auch unter den Bedingungen des demografischenWandels kontinuierlich aufrecht erhalten zu können.
Das Projekt „Kreativität und Innovationsfähigkeit im Demografischen Wandel“(KrIDe) wirkt der geschilderten Problematik direkt entgegen, indem Unternehmen differenzierte Lösungsansätze gegeben werden, um gezielt die qualifikatorischen, motivationalen und organisationalen Aspekte der Kreativität und Innovationsfähigkeitansprechen zu können. Dazu werden praxistaugliche Konzepte und Instrumente zur Innovationsförderung unter der Berücksichtigung des demografischen Wandels ermittelt und angepasst. Ihre Anwendbarkeit wird in zehn Unternehmen unterschiedlicher Produktionsbedingungen hinsichtlich der Branchen- oder Größenzugehörigkeit sowie unterschiedlicher demografischer Ausganssituation erprobt, der Anwendungsfokus liegt im Bereich der kleinen und mittelgroßen Unternehmen (KMU). Die Erfahrungen und Erkenntnisse aus der Praxis fließen in die Endgestaltung der Konzepte und Instrumente ein.
Das innovationsfördernde Instrumentarium ist aus folgenden aufeinander aufbauendenInstrumenten zusammengestellt. :
Mittels dieses Instrumentariums wird die betriebliche demografische Ausgangslage erfasst und es werden die daraus resultierenden Handlungsoptionen zur gezielten Förderung und zum Management der Kreativität und Innovationstätigkeit in Unternehmen aufgezeigt. Im Ergebnis ermöglicht das entwickelte Instrumentarium den Unternehmen, ein für die Alters- und Qualifikationsstruktur der Mitarbeiter maßgeschneidertes strategisches Innovationskonzept zu entwerfen und mit Hilfe der ausgewählten Maßnahmen erfolgreich durchzuführen. Betriebspartner sichern die Praxistauglichkeit der Konzepte, die mit Hilfe von Transferpartnern für verschiedene Zielgruppen aus dem Bereich der kleinen und mittelgroßen Betriebe bereitgestellt werden.
Dr. Hans-Dieter Schat
Tel.: +49 721 6809-319
Hans-Dieter Schat